Brutvogelmonitoring

Die Erfassung von Brutvögeln ist seit Beginn des Programms 1997 ein zentraler Baustein der Ökologischen Flächenstichprobe. Die Bestände werden mit Hilfe der Revierkartierungsmethode ermittelt. Bei dieser Vorgehensweise werden Vögel bei mehreren über die gesamte Brutzeit verteilten Tages-, Dämmerungs- und Nachtbegehungen auf der gesamten Untersuchungsfläche punktgenau erfasst. Besonderes Augenmerk gilt revieranzeigenden Verhaltensweisen, beispielsweise singenden Männchen. Dort, wo sich solche Beobachtungen häufen, können bei der Auswertung nach festen Kriterien Reviere abgegrenzt werden.

Im Gelände werden alle Vogelarten erfasst, von der häufigen Amsel bis zum seltenen Wanderfalken. Berücksichtigt werden auch Vogelarten, deren Vorkommen auf Aussetzungen zurückgehen oder die aus Gefangenschaft entkommen sind, wie Jagdfasan, Halsbandsittich, Straßentaube oder Nilgans. Landesweite und überregionale Auswertungen sind jedoch nur für regelmäßig verbreitete, häufige Brutvogelarten möglich.

Für diese Arten ermöglichen die Daten unter anderem Aussagen dazu, wie groß die Brutbestände der verschiedenen Arten sind, wie sich diese mit der Zeit entwickeln und wie die Arten landesweit verbreitet sind.

Rotkehlchen
Die Bestände des Rotkehlchens werden mit der Ökologischen Flächenstichprobe landesweit überwacht. (Foto: © Stefan Pfützke)

Aktualisierungen:

Datum: 13.03.2019